Zurück

Homöopathie
 

Jedes wirksame Arzneimittel  erregt im menschlichen Körper eine Art eigener Krankheit. Man ahme der Natur nach, welche zuweilen eine chronische Krankheit durch eine andere hinzukommende heilt, und wende in der zu heilenden (vorzüglich chronischen Krankheit) dasjenige Arzneimittel an, welches eine andere, möglichst ähnliche künstliche Krankheit zu erregen imstande ist und jene wird geheilt werden;  Similia similibus curantur "  = "Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt werden".

Der Patient bekommt ein Medikament, das im Versuch am gesunden Menschen ähnliche Symptome auslöst, wie sie beim Kranken vorliegen. In der Homöopathie wird in der Diagnose und in der Therapie der gesamte Körper als ein einziger Organismus betrachtet, wobei man davon ausgeht, dass nur die kranken Zellen auf das Heilmittel anspreche, weil deren Widersandskraft geringer ist, als die der gesunden Zellen.

Der Beginn der Homöopathie wird von Medizinhistorikern auf das Jahr 1796 datiert, als Hahnemann seine Erkenntnisse in "Hufelands Journal" erstmals der wissenschaftlichen Öffentlichkeit vorstellte. Aus seinen Experimenten leitete er folgenden Lehrsatz ab:

"Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jede, Krankheitsfall eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden erregen kann als sie heilen soll!"

Diese Ähnlichkeitsregel bildet die Grundlage aller homöopathischen Therapie.

Homöopathie. Heißt wörtlich übersetzt "ähnliche Krankheit'. Hahnemann schrieb seine Erkenntnisse im 1810 erschienenen Organon nieder. Darin finden sich die drei Säulen der Homöopathie:

 

Ähnlichkeitsregel - Arzneimittelprüfung – Gabenlehre

 

Homöopathische Behandlungen sprechen den Menschen in seiner Gesamtheit von Körper, Seele und Geist an.

 

Das richtige Mittel

Die größte Schwierigkeit einer homöopathischen Behandlung ist es immer, das passende Mittel für die bestehenden Symptome zu finden. Aus diesem Grunde wird der Patient zunächst einmal sehr gründlich befragt und anschließend das ihm entsprechende Mittel in einer komplizierten Verfahrensweise gesucht und verordnet.

Sucht man nach dem sogenannten Konstitutionsmittel für eine bestimmte Person, kann diese Repertorisation mitunter ein bis zwei Stunden dauern, da sie äußerst gewissenhaft betrieben werden muss, um aus der Vielzahl der möglichen Mittel das richtige herauszufinden.

Beispiel Fiebermittel

Für akute Fälle beispielsweise gibt es etliche homöopathische Fiebermittel, die aber nur dann ihre Wirkung entfalten können, wenn sie auf die Fiebersymptome des Erkrankten passen.

Jemand, der während des Fiebers stark schwitzt, einen roten Kopf hat und heißen Schweiß, bekommt ein anderes Mittel als jemand, der dagegen blass ist, ruhig und nur wenige kalte Schweiße hat. Beide haben das Symptom „Fieber“, gebessert wird es allerdings durch verschiedene Medikamente.

Die richtige Dosis

Doch damit nicht genug. Ist das richtige Mittel gefunden, muss der homöopathisch arbeitende Heilpraktiker sich für eine ganz bestimmte Stärke (Potenz) dieser Arznei entscheiden und festlegen, wie und in welchen Abständen es einzunehmen ist.

„Die Dosis macht das Gift“. Dieser Satz trifft auf die Homöopathie in ganz besonderer Weise zu. Viele der Substanzen, die sich auf einem homöopathischen Rezept wieder finden, sind unverdünnt hochgiftig. Denken Sie nur an die Tollkirsche (Belladonna), die in ihrer Ursubstanz sehr giftig ist, aber als Homöopathikum, hochverdünnt (potenziert), ein ausgezeichnetes Fiebermittel.

Wundern Sie sich also bitte nicht, wenn auf einem entsprechenden Rezept, hinter dem eigentlichen Namen des Mittels noch ein Buchstabe und eine Zahl steht. Diese Kombination gibt den Grad der gewählten Verdünnung an und ist deshalb unerlässlich.

Die Vorteile einer homöopathischen Behandlung

Homöopathische  Arzneimittel unterdrücken keine Symptome

Sanfte, natürliche Wirkungsweise und Aktivierung des Abwehrsystems

Keine Nebenwirkungen

Kostengünstige Behandlungsform

Ganzheitliche Behandlung (Körper, Seele, Geist)

Was ist während der Einnahme homöopath. Arzneimittel zu beachten ?

Die Medikamente bitte NICHT mit Kaffee oder Tee einnehmen.

Im Zusammenhang mit der Einnahme homöopathischer Präparate bitte keine Pfefferminzbonbons lutschen oder Kaugummi kauen. Das verordnete Mittel kann an Wirkung verlieren oder wirkungslos werden. Deshalb bitte auch keine Einnahme in zeitlichem Zusammenhang mit dem Zähneputzen!

Flüssige Homöopathika dürfen NICHT von Metalllöffeln eingenommen werden. Sie würden in ihrer Wirkung verändert, bzw. wirkungslos.

Bitte halten Sie sich genau an die Einnahmevorschriften. Es kann möglich sein, dass Sie ihr homöopathisches Arzneimittel zu einer bestimmten Zeit einnehmen sollen. Ist dies der Fall, bitte den Zeitpunkt genau einhalten.

Mitunter kommt es bei der Einnahme homöopathischer Substanzen zu einer sogenannten „Erstverschlimmerung“, das heißt, die Krankheitssymptome werden kurzfristig stärker. Dies  bedeutet NICHT, dass Sie das Medikament absetzen sollen, im Gegenteil. Melden Sie sich in diesem Fall bei Ihrem Heilpraktiker, eventuell muss die Dosierung für eine kurze Zeit geändert werden, weil Sie auf die Behandlung besser als erwartet ansprechen.

 

 
Zurück