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Eigenharn-Therapie
         
 Allgemeines  Wirkungsweise

 Vorgehensweise

 Anwendungsbereiche

   Risiken
Igit, Urin

 

Allgemeines

Sie wird auch Uro-Therapie oder Eigenurin-Behandlung genannt und ist die Bezeichnung für die Heilbehandlung mit menschlichem Urin.

Urin ist eines der ältesten Mittel in der Medizin und seine Anwendung ist auch heute auf der ganzen Welt verbreitet, besonders aber in traditionellen Kulturen.

Die Vorurteile gegen eine Behandlung mit Urin sind sicherlich eher gefühlsmäßig und ästhetisch bedingt. Man glaubt außerdem, dass ausgeschiedene Stoffe zu Therapiezwecken nicht tauglich sein könnten. Daher mag in der heutigen Zeit diese Anwendung eher ungewöhnlich erscheinen. Sie kann jedoch auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken. Eigenharn wurde bereits schon vor 2000 Jahren als Heilmittel verwendet.

Schon im Mittelalter war die Harnschau das wichtigste Hilfsmittel bei der Diagnostik und auch heute noch kann man mit Urinuntersuchungen vielen Krankheiten auf die Spur kommen.

 

Wirkungsweise

Im Urin hat man bisher 2000 Inhaltstoffe erkannt und katalogisiert (u.a. Harnstoff, Hormone, Immunglobulin, Vitamine, Aminosäuren, Salze, Fermente). Die Wirkung und Bedeutung dieser Inhaltstoffe sind zum großen Teil nicht erforscht. Sicher ist jedoch, dass es sich bei vielen dieser Substanzen nicht um ausscheidungspflichtigen "Müll" handelt.

Einige Wirkstoffe des Urins werden auch heute in der Schulmedizin verwendet. Harnstoff  ist - in Anhängigkeit von der aufgenommenen Nahrung - zu etwa 3 Prozent im Urin enthalten und wirkt u.a. entzündungshemmend. Heute wird es synthetisch hergestellt und ist in vielen Hautsalben zum Beispiel gegen Neurodermitis und Pilzerkrankungen enthalten. Auch die Kosmetikindustrie verwendet Harnstoff.

Der Urin trächtiger Stuten beinhaltet viel Östrogen. Aus diesem Grund wird er gesammelt, um daraus Hormonpräparate, zum Beispiel gegen Wechseljahrsbeschwerden, herzustellen (in Deutschland u.a. das Medikament Presomen. Es ist das meist verschriebene Medikament für die Menopause).

Äußerlich angewandt entfaltet der Harn wundheilende Wirkung . Er enthält osmotisch wirksamen Harnstoff, der das Wachstum von Krankheitserreger verhindert und das Wundmilieu optimiert. Auch viele Hautcremes enthalten Harnstoff, der Wasser an sich bindet und die Haut, z. B. bei Neurodermitis-Patienten, geschmeidiger macht. 

Als Getränk soll Urin harntreibend wirken. Andere Inhaltsstoffe, wie Antikörper, Antigene oder Melatonin, sollen ganz generell das Immunsystem stärken.

Vorgehensweise

Es gibt drei Anwendungsmöglichkeiten für den Eigenharn:

Äußerliche Anwendung

Orale Anwendung (Trinken)

Injektionen

Äußerlich:
Zum Einreiben, als Wickel oder Kompresse auf die Haut, zum Gurgeln bei Halserkrankungen, als Einlauf (die "Röhre" von Mund bis After zählt in der Medizin noch nicht zum Körperinneren, dies erfolgt erst durch Aufnahme von Stoffen während der Passage!).

Oral:
als homöopathische Tropfen, als Einläufe oder Klistiere, als Augen- und Ohrentropfen, als Umschlag und Einreibemittel, als Bodylotion, Sonnenschutz und Badezusatz verabreicht werden.

Injektion
Unter Eigenharn-Behandlung als Injektion versteht man die Verabreichung kleinster Mengen frischen, keimfrei gemachten Eigenharns per Injektion, um auf krankhafte Prozesse im Organismus umstimmend einzuwirken. Gegenüber den anderer Methoden hat die Urin-Spritze den Vorteil, dass diese sehr rasch wirkt. Darüber hinaus entstehen bei Eigenurin-Spritzen beim Patienten keine Vorbehalte gegen die orale Einnahme und es kann niemals zu einer lokalen Infektion kommen.

Abgesehen von der Spritze können die Anwendungen einfach als "Hausmittel" angewandt werden. Diesbezüglich ist die Lektüre von praktischen Büchern zu diesem Thema empfehlenswert. Urin-Spritzen jedoch sollten nur vom fachkundigen Therapeuten/In gegeben werden. Hierbei wird der Urin vor der Injektion sterilisiert.

 

Anwendungsbereiche

Ärzte und Patienten, die mit Urin Erfahrungen gesammelt haben, berichten von positiven Heilungsprozessen bei zahlreichen, auch zum Teil sehr schweren Erkrankungen. Erfolg hat Urin auch dort, wo die Schulmedizin zum Beispiel mit Antibiotika und Cortison versagt. Erfolge mit Urin-Anwendungen gibt es bei:

Infektionen,

Entzündungen, besonders von Haut oder Hals,

bei allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis,

bei vegetativen Störungen wie Migräne, Depressionen oder Schlafstörungen und

hormonellen Störungen wie Wechseljahrsbeschwerden.

chronische Erkrankungen.

Durch Injektionen von Eigenharn konnten zusätzlich bei 

Schwangerschaftstoxikosen,

autotoxischen Hauterkrankungen (Haut- und Gewebeläsionen), Sonnenbrand, Frostbeulen sowie bei

asthmatischen Zuständen

gute Ergebnisse erzielt werden.

 

Risiken

Bis zum heutigen Zeitpunkt sind keine gravierenden Gründe bekannt, die gegen die Anwendung der Therapie sprechen.

Es ist jedoch eine gewisse Vorsicht geboten, damit bei der äußerlichen Anwendung keine lokalen Infektionen oder Unverträglichkeitsreaktionen (Allergien) entstehen können.

 
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