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Ausleitungsverfahren
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| Baunscheidtieren Schröpfen | ||
| Unter diesem Sammelbegriff werden Behandlungsverfahren zusammengefasst, die die Ausscheidung von abgelagerten Stoffwechsel - Endprodukten („Schlacken“), vor allem über die Haut, anregen. Alle Ausleitungsverfahren wirken über zwei Mechanismen: 1. Wirkung über die Haut – Reflexzonen 2. Sie bewirken eine Veränderung im Säftehaushalt der Gewebe. Zu 1.: Jedes Organ steht über das Nervensystem in reflektorischer Verbindung zu einem oder mehreren Hautbezirken, die als „Reflexzonen“ bezeichnet werden. Auf diesem Wege können Erkrankungen innerer Organe beispielsweise zu einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit eines Hautbezirkes führen. Auf dem umgekehrten Weg ist es möglich, durch Reizung einer Reflexzone das zugehörige Organ therapeutisch „anzusprechen“, um die Selbstheilungskräfte zu mobilisieren. Zu 2.: Viele Krankheiten entstehen durch die Ablagerung von Stoffwechselendprodukten (=„Schlacken“), oder durch falsche Zusammensetzung bzw. Verteilung der verschiedenen Säfte in den Geweben der Organe. Die unten beschriebenen Therapieverfahren beeinflussen alle gezielt diese Störungen im Säftehaushalt. Zunächst geschieht dies in der Hautzone, auf der das Verfahren angewendet wird. Durch die in 1. beschriebenen reflektorischen Verbindungen, wird der regulierende Reiz jedoch auf das betroffene Organ übertragen, wo dann der Säftehaushalt in analoger Weise beeinflusst wird. In meiner Praxis werden folgende Ab – und Ausleitungsverfahren angewendet: » Trockenes Schröpfen » Blutiges Schröpfen » Baunscheidtverfahren Trockenes Schröpfen Beim Schröpfen werden Glasglocken („Schröpfgläser“) auf die Haut gesetzt, in denen durch Erwärmung ein Vakuum erzeugt wird, das die Haut kräftig in das Schröpfglas zieht. Dies erzeugt kreisrunde, blau – roten Flecken, die über mehrere Tage sichtbar bleiben, aber nicht schmerzen. Pro Behandlung werden 2 – 10 Schröpfgläser gesetzt, entsprechend der Situation. Dieses Verfahren findet Anwendung bei rheumatischen Schmerzen und zur Anregung mangelhaft arbeitender Organe Blutiges Schröpfen Das Ansetzen der Schröpfgläser erfolgt wie beim Trockenen Schröpfen, es werden aber zuvor mit einer Blutlanzette kleine Stiche in die Haut gemacht, über die eine kleine Menge Blut in das Schröpfglas gesaugt wird. Die Stiche verheilen nach einigen Tagen narbenlos. Das blutige Schröpfen wird angewendet bei Krankheiten und Schmerzzuständen, bei denen das schmerzende Gewebe stark verhärtet / verkrampft ist, und wo Blutstauungen diagnostiziert werden. Weiterhin ist es auch eine bewährte Zusatztherapie bei Bluthochdruck Baunscheidtverfahren Beim Baunscheidtverfahren wird mit einer Nadelrolle die oberste Hautschicht flächig gestichelt und anschließend ein Spezialöl aufgetragen, das die vorübergehenden Bildung von flüssigkeitsgefüllten Bläschen (Quaddeln) bewirkt. Dies ist eine bewährte Therapieform bei rheumatischen Beschwerden, Nervenschmerzen und bei Fehlfunktonen innerer Organe. Im allgemeinen stellt sich kurz nach der Nadelung ein wohltuendes behagliches
Wärmegefühl ein. |
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